Radiosynovioorthese

Die Behandlung mit Isotopen wurde 1963 erstmals beschrieben. Yttrium90 fand aufgrund seiner geringen γ-Strahlung und seiner wirksamen ß-Strahlung seit den 70er Jahren zunehmende Verbreitung und wird auch heute noch bei Radiosynoviorthesen vor allem des Kniegelenkes eingesetzt. Die Indikationen für eine Radiosynoviorthese liegen vor allem in der Behandlung der chronischer Polyarthritis, von therapierefraktären Gelenkergüssen und einer vilonodulären Synovitis. Aufgrund des technisch aufwendigen Setups werden Radiosynoviorthesen in nuklearmedizinischen Praxen / Abteilungen durchgeführt. Während 90 Yttrium und 186 Rhenium vor allem bei großen Gelenken injiziert werden, wird 169 Erbium bei kleinen Finger- und Fußgelenken eingesetzt. Die Radionuklide müssen kontrolliert streng intra-artikulär injiziert werden, Aus strahlenhygienischer Sicht muss das behandelte Gelenk für 48 Stunden immobilisiert werden. Der optimale Therapieerfolg tritt erst 3-4 Monate nach der Therapie ein.